Feng Shui-Lexikon

Feng Shui-Lexikon

Hier finden Sie eine Sammlung von Fachbegriffen rund um Feng Shui, Architektur und angrenzender Fachbereiche. Klicken Sie auf die “+”-Zeichen, um mehr darüber zu lesen. Sollte ein Begriff, den Sie suchen hier nicht dabei sein, wenden Sie sich bitte ganz unverbindlich direkt an mich. Rufen Sie mich bitte an oder senden Sie mir eine E-Mail. Ich berate Sie gerne.
Gabriele Maria Rosenow

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Ming Tang

Ming Tang

Ming Tang bedeutet wörtlich übersetzt “leuchtende Halle” oder “erleuchtete Halle”, solch ein Raum diente zum Regieren und Verkünden, und war mit meist sparsam eingerichtet, um Blick und Geist auf das Wesentliche zu konzentrieren.

In jedem Garten sollte ein Ming Tang (chin. für “Teich”) sein und in jedem Raum eines Hauses sollte es ebenso ein Ming Tang geben. Ein Bereich der “leer” bleibt, eine Ruhezone für Auge und Seele, ein freier Raum, der die Elemente fließen lässt und so starke, positiv energetische Wirkung ausstrahlt.

Das Ming Tang unterstützt den ungehinderten Fluss des “Chi”. Das verhindert Energie-Blockaden und hilft den Bewohnern, Übersicht und Ordnung zu bewahren. Im Feng Shui geschieht die Gestaltung solcher freier, bewusst ungenutzter Flächen nach einem bestimmten Konzept. Dies zu erwähnen ist besonders für unser westliches Kulturverständnis wichtig, denn hier wird Feng Shui und Ming Tang oft nur als schlichtes “Aufräumen” interpretiert. “Aufräumen” jedoch, ist nur ein Teilaspekt im Feng Shui.

Feng Shui

Bild für das Qi - der Atem - auf bewusst-fengshui.de„Feng Shui“ 

Wörtlich übersetzt heißt FS „Wind und Wasser“. Wind und Wasser sind zwei der vielen Erscheinungsformen der universellen Lebensenergie “Qi”, die alles durchdringt: Das Qi oder Chi bringt Blumen zum Blühen, Vögel zum Singen, Quellen zum Sprudeln … In Wind und Wasser manifestiert sich die schöpferische Kraft der Natur – doch auch ihre Zerstörungskraft. Feng Shui ist die Kunst, mit Wind und Wasser umzugehen.

Der Begriff Feng Shui taucht erstmals ca. 400 n. Ch. im „Buch der Gräber“ auf. Regionale Unterschiede spielen zu dieser Zeit eine immer größere Rolle, die schöpferische Lebendigkeit der Harmonielehre wird mehr und mehr von Aberglaube und magischen Ritualen überdeckt. Die Schwerpunkte Formenschule und Kompassschule existieren zunächst nebeneinander und vermischen sich erst im 20. Jh. zu einer ganzheitlichen Betrachtung.

Im modernen FengShui fliessen mehrere Wissenschaften und Lehren ineinander. Zu den traditionellen Systemen und taoistischen Prinzipien gehören heute auch Themen wie Baubiologie und Elektrosmog.

Spirituelle Aspekte

Spirituelle Aspekte im Feng Shui

Spirituelles Feng Shui heißt zu begreifen, dass wir mit unseren heutigen Gedanken unsere Zukunft gestalten.

Jede Feng Shui-Maßnahme ist untrennbar mit der Kraft der Gedanken verbunden. Die Philosophie des Feng Shui lehrt die Innenschau, die Bewusstwerdung, dass “Alles mit Allem verbunden ist” und der Mensch als Teil der Natur in einer ständigen Wechselbeziehung mit ihr steht (Resonanz-Prinzip).

Spirituelles Feng Shui heißt, die stetigen Veränderungen, den steten Wandel anzunehmen. Die ganzheitliche Sicht der Dinge im Feng Shui lehrt das Wahrnehmen und Interpretieren der Qualitäten unseres Umfeldes und den Umgang damit. Die Gesetze des Lebens werden zu einem Instrument des bewussten Handelns.

Feng Shui weist einen anschaulichen und allgemein verständlichen Weg, den Blick für die grossen Zusammenhänge im Leben wiederzuerlangen. Bedingung ist unsere Bereitschaft zu innerer Veränderung.

„Wer anders wohnt, lebt anders“
Japanisches Sprichwort

TCM

TCM ist das Kürzel für “Traditionelle Chinesische Medizin”

Feng Shui gilt als eine der 8 Säulen der “Traditionellen Chinesischen Medizin”.
Die TCM betrachtet den Menschen als Teil eines Ganzen. Es gilt der Grundsatz “Mikrokosmos ist gleich Makrokosmos”.

Wie zum Beispiel Bewegung und Ernährung eine Basis für die physische Gesundheit des Menschen darstellen, so sorgt auch gutes Feng Shui für seelische, geistige und körperliche Balance!

Im alten China war der Arzt traditionell auch Feng Shui-Kundiger und besuchte den Patienten zunächst zu Hause, um dessen Lebensumfeld in Augenschein zu nehmen. Er überprüfte dort die Ausgeglichenheit von Yin und Yang, der 5 Elemente und die unterschiedlichen Qualitäten des Umgebungs-Qi.

Der chinesische Arzt gab Anregungen für eine Hamonisierung, um so das Qi des Patienten zu steigern: Er kannte die Wechselwirkung zwischen Raum und Mensch. Bezahlt wurde übrigens nur bei Erfolg – nach Wiederherstellung der Gesundheit des Patienten.

Das Qi

Bild für das Qi - der Atem - auf bewusst-fengshui.deDas Qi – der Atem: 

Das Qi ist Nahrung für den Hauskörper, es soll in jeden Raum, in jede Ecke des Hauses/der Wohnung gelangen können. Verbrauchtes Qi muss wieder abfliessen können.

Qi ist auch Sauerstoff im Wortsinne. Und Qi ist da, wo Bewegung und/oder die Aufmerksamkeit sind.

Mit einigen wenigen, wohlüberlegten Maßnahmen kann, wo nötig, ein sanfter Ausgleich geschaffen und der Qi-Fluss optimiert werden, so dass die Menschen in ihrer häuslichen Umgebung von dieser nährenden, vitalisierenden Energie profitieren.

In der reinen Form ist das Qi (in Japan „Ki“, in Indien „Prana“, in Europa „Geist“) nicht sichtbar. Elektronen werden durch eine bestimmte energetische Spannung in ihrer Position gehalten; Geist und Materie unterscheiden sich lediglich durch die Dichte der Energie. Qi kann also nur im Wandel erfahren werden. Alles ist lebendig, und Qi ist Leben! Selbst in der Zerstörung ist bereits der Keim für neues Leben enthalten.

Yin und Yang

Bild für Yin und Yang und Trigramme auf bewusst-fengshui.deYin und Yang

Yin und Yang verdeutlicht das taoistische Prinzip der Polarität als Grundlage allen Lebens: männlich – weiblich, hell – dunkel, heiss – kalt, usw.

Yin und Yang befinden sich in einem permanenten Zustand sowohl der Veränderung als auch des Geichgewichtes. Fragen sind zum Beispiel:

  • Sind die Kräfteverhältnisse ausgewogen?
  • Wo wechseln sie sich in Zyklen ab?
  • Wo braucht es ein leichtes Ungleichgewicht, also Spannung, um nicht in Stagnation zu versinken?

Kompass-Schule

Foto für Kompass-Schule auf bewusst-fengshui.deKompass-Schule – “Ost-West”-System oder “San He”

Basis für die Kompass-Schule ist die chinesische Lehre von den Elementen – Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall – und ihrer Beziehung zueinander.

Alles Leben durchläuft ständig verschiedene Energiezustände, Wandlungsphasen, die sich durch verschiedene Farben, Formen, Materialien und Schwingungsstrukturen ausdrücken. Die Elemente können sich gegenseitig nähren und stärken (Wasser nährt Holz, Holz nährt Feuer, …), aber auch schwächen.

In der Kompass-Schule werden die für die einzelnen Bewohner günstigen oder ungünstigen Hausbereiche und individuelle Kraftrichtungen ermittelt, welche sich besonders förderlich auf verschiedene Tagesaktivitäten oder den Schlaf auswirken.

Darüber hinaus wird beim Ost-West-System das Trigramm-Element des Hauses, also seine aus den Himmelsrichtungen abgeleitete Grundenergie der Energie der Bewohner gegenübergestellt: Der gezielte Einsatz beispielsweise von stärkenden Farben und Materialien kann hier ein Gleichgewicht bringen.

Tao

Bild für Tao und Laotse auf bewusst-fengshui.deTao
“Dao” (traditionelle Schreibweise) ist der „Weg der Natur“ in der Philosophie Laotses (6. Jh. v. Chr.), dort hat Feng Shui seine Wurzeln. Alles, was ist, ist aus dem Tao (ungefähr: „der geistige Urgrund der Welt“) hervorgegangen und dauerndem Wandel unterworfen.

Aus dem Tao entwickelte sich der Dualismus von Yin und Yang als Grundlage allen Seins, aus den Polaritäten gehen die 5 Elemente, aus diesen die Trigramme – und aus diesen wiederum die Zehntausend Dinge hervor.

IGing

IGing

Der Rhythmus von Werden und Vergehen wird bereits im angeblich ältesten Buch Chinas, dem I Ging, „Buch der Wandlungen”, beschrieben. Seine Anfänge finden sich ca. 3000 v. Chr., als gemäß einer Legende der weise Kaiser Fu Hi eine Schildkröte an einem Flussufer fand, welche auf ihrem Rücken den „Strichcode“ der
8 Trigramme trug. Er erkannte darin die Ordnung der Welt.

Das Bagua

Bild für das Bagua auf bewusst-fengshui.deDas Bagua

Aus der Betrachtung der 8 Haupt-Himmelsrichtungen mit ihren jeweiligen Elementen und ihren energetischen Entsprechungen, wie im “IGing, dem chin. Buch der Wandlungen” beschrieben, entwickelte sich das sogenannte Bagua-Raster:

Das Bagua-Raster (die 8 Trigramme) überträgt die Schöpfungsgesetze des Lebens auf den Raum. So wird sichtbar, wo sich in Ihrer Wohnung die Resonanzräume für Beruf & Karriere, Beziehung & Partnerschaft oder Fülle & Reichtum befinden.

Wie sich diese Lebensbereiche entwickeln können, hängt mit ihrer Beschaffenheit und Gestaltung zusammen.
So wird das Bagua zu einem wunderbaren Werkzeug, mit dem hier direkt Einfluss genommen werden kann, beispielsweise durch den gezielten Einsatz einer gesunden Grünpflanze oder Wandfarbe.

Darüber hinaus wirkt das Bagua ganz besonders auf der psychologischen Ebene: Die bewusste Auseinandersetzung mit einem bestimmten Lebens-Thema kann helfen, sich über Zusammenhänge klar zu werden, so bereits Blockaden lösen und vieles (wieder) in Fluss bringen.

Die vier himmlischen Tiere

Bild für die Himmlischen Tiere auf bewusst-fengshui.deDie vier himmlischen Tiere

In der Landschaftsschule und Formenschule des Feng Shui wird die Topographie der Umgebung, die Bebauung der Nachbargrundstücke, sowie der Verlauf von Straßen, Gehwegen und Zufahrten in Bezug auf das zu beratende Objekt betrachtet und gewertet.

Die vier Seiten eines Gebäudes werden den vier himmlischen Tieren zugeordnet.
So steht beispielsweise der Feuervogel Phönix für den Vorplatz mit dem Ausblick – und somit unter anderem für die Energiezufuhr und die Zukunftsperspektiven.

Diese Rahmenbedingungen beeinflussen den Qi-Fluss maßgeblich. Die Landschaftsschule ist Basis für weitere Untersuchungen und Maßnahmen im FengShui. Wo nötig, sucht der Feng Shui-Praktizierende diese grundlegenden Energieströme sanft zu lenken und auszugleichen.

Lo Shu

Bild für Lo Shu Fliegende Sterne auf bewusst-fengshui.deLo Shu und die Fliegenden Sterne

Die Feng Shui-Methode der “Fliegenden Sterne” berechnet die Energie eines Hauses im Verhältnis zur Zeit seines Bestehens. Im magischen Quadrat “Lo Shu” sind 9 Sterne angeordnet und jeder Stern repräsentiert ein anderes “Qi”, steht also für eine bestimmte Energie-Qualität.

Ein Stern steht immer in der Mitte und repräsentiert die Hauptenergie. “Fliegende Sterne” werden sie deshalb genannt, weil jeder Stern die Mitte einnehmen kann und die anderen Sterne in einem bestimmten System um die Mitte angeordnet werden.

Das Lo Shu betrachtet den astrologischen Einfluss auf die verschiedenen Bereiche des Hauses im Zusammenwirken mit seinem Trigramm und der aktuellen Jahreszahl – also der aktuellen Jahres-Energie.

Diese Perioden des Lo Shu betragen immer 20 Jahre. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Zeitraum zu, in welchem das Haus erbaut oder zuletzt auch aufwendiger renoviert wurde, das Einzugsdatum und die aktuelle Periode werden ebenfalls berücksichtigt.

Geomantie

Foto für GeomantieGeomatie

Unter Geomantie versteht man das Erspüren verschiedener Kraftströme an einem Ort, oftmals unter Zuhilfenahme von Rute oder Pendel. Diese Kraftströme sind ursächlich auf Wasseradern, Erdverwerfungen oder Gitternetzlinien zurückzuführen. Man unterscheidet positive, stärkende und geopathogene, also krankmachenden Zonen.

Die Geomantie ist vor allem bei der Wahl des richtigen Schlafplatzes von Bedeutung.

Die Baumeister der Sakral- und Kultbauten früherer Wissens-Epochen verstanden es ausgezeichnet, mit Hilfe der Geomantie besondere Kraftplätze zu erspüren; in Indien nennt man diese Kunst Vastu, auf Madagaskar bezeichnet man sie als Vintana.

Geschichtliche Entwicklung der Geomantie
Als man begann, Ackerbau zu betreiben, war es besonders wichtig, im Einklang mit der Natur zu leben. Durch Naturbeobachtung wurden Gesetzmäßigkeiten erkannt, Schlussfolgerungen gezogen und erste Modelle entworfen.

So entwickelte sich aus den Überlegungen zur „richtigen Platzierung“ (parallel zu ähnlichen Entwicklungen in anderen Erdteilen, wie die Geomantie der Kelten, Vastu in Indien oder Vintana in Indonesien) in China die Beobachtungswissenschaft Kanyu (Kan = Himmel, Yu = Erde), die frühe chinesische Geomantie: Das ursprüngliche, „reine“ Feng Shui.

Numerologie

Foto für Numerologie auf bewusst-fengshui.deNumerologie und Feng Shui-Masse

Es gibt im FS eine Theorie über günstige und ungünstige Maße. In China wendet man diese Theorie in den verschiedensten Bereichen an, beispielsweise bei Möbeln oder Maueröffnungen. In unserem Kulturkreis eher unbekannt, spielt sie bei unseren Beratungen eine untergeordnete Rolle.

Im traditionellen Feng Shui kommt den Zahlen durch das LoShu-Raster eine besondere Bedeutung zu. Auch bei der Ermittlung der Fliegenden Sterne und bei der Kompass-Schule spielen die Zahlen eine wesentliche Rolle: Sie sind mit den Trigrammen des IGing und mit den Fünf Elementen verbunden, und jede Zahl ist Träger von verschiedenen Informationsmustern.

Metaphysik

Metaphysik 

Metaphysik ist die philosophische Lehre, die das ‚über’ oder ‚hinter’ der sinnlich erfahrbaren, natürlichen Welt Liegende behandelt. In diesem Sinne kann man Feng Shui als eine Art “konkrete Metaphysik” bezeichnen, die den Menschen in einen Zusammenhang mit seiner Umwelt stellt.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Feng Shui  als eine einzigartige Mischung aus chinesischer Philosophie, früher Wissenschaft wie zum Beispiel Astronomie, Geologie, Alchemie und Magnetismus, sowie Religion und Heilkunde. Feng Shui ist die Kunst und Wissenschaft, die all diese Teilbereiche miteinander verbindet.

Baubiologie und Elektrosmog

Foto für Elektrosmog auf bewusst-fengshui.deBaubiologie und Elektrosmog

“Gesundes Wohnen” tritt immer mehr in den Vordergrund, nachdem sich viele Baumaterialien, wie unter anderem Formaldehyd, PCP und Asbest als gesundheitsschädlich herausgestellt haben. Ein Kontakt über einen längeren Zeitraum kann Symptome wie Abgeschlagenheit, Augenbrennen, Allergien und Atembeschwerden hervorrufen.

Mit der Elektrizität hat sich der Mensch sein größtes Störfeld selbst geschaffen. Die Elektrobiologie unterscheidet elektrische und (elektro-) magnetische Felder, wie sie jedes Elektrogerät – zumindest in eingeschaltetem Zustand – erzeugt. Ihr Einfluss auf unsere Gesundheit ist statistisch noch nicht erschöpfend belegt.